{"id":361,"date":"2023-06-22T11:50:24","date_gmt":"2023-06-22T11:50:24","guid":{"rendered":"https:\/\/stefanschmid.org\/?p=361"},"modified":"2023-07-17T12:24:48","modified_gmt":"2023-07-17T12:24:48","slug":"meine-digitale-fastenzeit-ein-erfahrungsbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stefanschmid.org\/?p=361","title":{"rendered":"Meine digitale Fastenzeit &#8211; ein Erfahrungsbericht"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>F\u00fcr einen Artikel \u00fcber digitale Auszeit habe ich f\u00fcr eine Woche lang auf Internet, Smartphone und Fernseher verzichtet. Ein Experiment mit ausgedruckten Fahrpl\u00e4nen, besorgten Kollegen und fehlenden Selfies.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie wohl fast in allen Familien ist auch bei uns die \u00abFlimmerzeit\u00bb immer wieder ein Thema. Wir diskutieren mit den Kindern \u00fcber Inhalte, suchen nach Regeln und legen die Ger\u00e4te auch mal eine Weile weg. Und wir beschliessen, am Projekt Flimmerpause,&nbsp; also weder gamen noch fernsehen &#8211; teilzunehmen. Dabei stelle ich mir die Frage: Wie w\u00e4re es, eine Woche lang ganz offline zu sein? Und ich starte das Experiment digitale Fastenzeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Regeln sollen so aussehen: Ich verzichte eine Woche lang auf Whatsapp, E-Mails, den virtuellen Terminkalender, alle Apps und Push-Nachrichten. Den Computer schalte ich zu Hause gar nicht ein, das Smartphone will ich lediglich als Telefon nutzen \u2013 wof\u00fcr es urspr\u00fcnglich gebaut wurde. Geplant habe ich den Entzug nicht w\u00e4hrend einer Ferienwoche irgendwo in den Bergen (wo ich das schon mal gemacht habe), sondern w\u00e4hrend sieben Tagen, die vollgepackt sind mit Terminen, Arbeit und Ausfl\u00fcgen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Experiment braucht Vorbereitung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das Experiment bereite ich mich vor. Ich habe Familie und Freunde informiert und mich in einigen Chat-Gruppen abgemeldet. Ausgedruckt habe ich verschiedene SBB- und Bus-Fahrpl\u00e4ne sowie die n\u00e4chsten drei Wochen meines Terminkalenders. Ebenso ein paar Mails, die ich in der Woche brauche. Einiges an Papier liegt so auf meinem Pult. Ich beruhige mein \u00f6kologisches Gewissen damit, dass ja auch Googeln und Surfen jede Menge Strom verbraucht. Am Sonntagabend schalte ich Internet und Wlan aus und gehe offline.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Montag:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:15% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"512\" height=\"512\" src=\"https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/route.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-366 size-full\" srcset=\"https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/route.png 512w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/route-300x300.png 300w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/route-150x150.png 150w\" sizes=\"(max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Pfingstmontag ist frei. Ich bin auf den Inlineskates in der Westschweiz unterwegs, mit dabei eine ausgedruckte Karte der Route. Im Gegensatz zur Schweizmobil-App fehlt der blaue Punkt, der meinen Standort anzeigt, ich verlasse mich auf die Wegweiser an der Strecke. Am Ziel in Neuenburg suche ich jedoch den Bahnhof. Ein Glac\u00e9-Verk\u00e4ufer zusammen mit dem Stadtplan an der Info-Tafel helfen weiter. Das Zugticket zur\u00fcck kaufe ich am Automaten statt auf dem Handy. Fast h\u00e4tte ich zu Hause die Swisspass-Karte mit dem Halbtax vergessen, die ich sonst auf dem Smartphone zeige.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Abend interessieren mich die Resultate der letzten Fussballrunde. F\u00fcr einmal kann ich nicht auf Fernseher oder Sport-App zugreifen. Und die Nachrichten im Radio gibt\u2019s nur jede Stunde. Ich verzichte aufs Warten und freue mich stattdessen auf die Tageszeitung am n\u00e4chsten Morgen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Dienstag:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:15% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"512\" height=\"511\" src=\"https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/ticket.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-367 size-full\" srcset=\"https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/ticket.png 512w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/ticket-300x300.png 300w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/ticket-150x150.png 150w\" sizes=\"(max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Ein Arbeitstag im B\u00fcro. Hier geht\u2019s kaum ohne digitale Hilfsmittel. Ich rufe Mails ab, checke Websites und plane meine gesch\u00e4ftlichen Termine. Mich hier einzuschr\u00e4nken, k\u00e4me fast einer Arbeitsverweigerung gleich. Doch f\u00fcr alle privaten Zwecke bleiben Whatsapp und Co. aus. Ich frage mich: habe ich wohl schon etwas verpasst? Hat mir jemand geschrieben und wartet nun auf eine Antwort? Einmal erwische ich mich, wie ich auf dem Smartphone intuitiv die Mails checken will. Den Einkauf auf dem Heimweg zahle ich mit Karte statt mit Twint. Und f\u00fcr die Uhrzeit habe ich sowieso ganz analog eine Armbanduhr.<br><br><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Mittwoch:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:15% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"512\" height=\"512\" src=\"https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/notification.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-364 size-full\" srcset=\"https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/notification.png 512w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/notification-300x300.png 300w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/notification-150x150.png 150w\" sizes=\"(max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Am Abend steht ein Konzert-Highlight an, Herbert Gr\u00f6nemeyer singt seine Hits in Z\u00fcrich. Den Zugfahrplan f\u00fcr die Hinfahrt kenne ich auswendig. Das Ticket dazu l\u00f6se ich problemlos am Automaten statt in der App. Leider gibt\u2019s so keine Sparbillette. Die Eintrittskarten habe ich f\u00fcr einmal ausgedruckt statt online dabei. Vor Ort erfahre ich von einer Kollegin, dass die Vorband abgesagt wurde, das Mail des Veranstalters habe ich nicht gelesen.&nbsp; Dann sorgt Gr\u00f6nemeyer f\u00fcr tolle Stimmung, bei einigen Songs schwenkt gef\u00fchlt das ganze Stadion die Natel-Taschenlampe. Ich lasse es in der Tasche, ebenso wie das extra mitgebrachte Feuerzeug \u2013 zu exotisch scheint es mir und vielleicht ist es ja sogar verboten. Und auch das obligate Selfie, um die Daheimgebliebenen neidisch zu machen, gibt\u2019s heute nicht.<br><br><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Donnerstag:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:15% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"512\" height=\"512\" src=\"https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/watch.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-368 size-full\" srcset=\"https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/watch.png 512w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/watch-300x300.png 300w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/watch-150x150.png 150w\" sizes=\"(max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>An meinem freien Tag meldet sich ein Kollege per Telefon und fragt f\u00fcr eine Joggingrunde. Da er nicht wie gewohnt whatsappen kann, sagt er, es sei richtig m\u00fchsam, mit mir abzumachen, und lacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute vermisse ich die Podcasts, die ich w\u00e4hrend der Hausarbeit oft h\u00f6re, daf\u00fcr lasse ich das Radio laufen. Den Kinderfahrdienst f\u00fcrs Sporttraining koordinieren wir meist per Whatsapp. Nun klingle ich an der Haust\u00fcr der Nachbarn \u2013 zuerst erfolglos, sp\u00e4ter treffen wir uns dann draussen. Ich hoffe, dass im Sportverein-Chat keine kurzfristige Trainingsabsage drin ist wie auch schon mal. Und dass die Schule gerade keine ganz dringenden Meldungen per SchoolApp verschickt. Auch ein paar Rechnungen w\u00e4ren diese Woche noch offen. Den Gang zum Postschalter spare ich mir und verschiebe die Zahlung um ein paar Tage.<br><br><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Freitag:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:15% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"512\" height=\"512\" src=\"https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/phone.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-365 size-full\" srcset=\"https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/phone.png 512w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/phone-300x300.png 300w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/phone-150x150.png 150w\" sizes=\"(max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Auf der Busfahrt am Morgen vergesse ich fast, ein Ticket zu l\u00f6sen. Meist checke ich mich auf der SBB-App ganz bequem ein. Da es keinen Automaten hat an der Haltestelle, l\u00f6se ich f\u00fcr einmal beim Chauffeur und f\u00fchle mich dabei ziemlich altmodisch. Im Bus schaue ich statt News-Websites aus dem Fenster und geniesse die Morgenstimmung.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Arbeit bin ich zum Nachtessen in Luzern verabredet. Treffpunkt und Zeit standen \u2013 wie so oft \u2013 bis vor ein paar Tagen noch nicht fest. Statt einer Nachricht ruft mich mein Kollege an, er fragt als erstes: \u00abWarum genau machst du das?\u00bb Um dann anzuf\u00fcgen: \u00abVielleicht w\u00fcrde mir das auch mal guttun.\u00bb Das ausgesuchte Restaurant kenne ich, Google Maps brauche ich nicht. Daf\u00fcr die Getr\u00e4nkekarte. Die holt man sich in dieser Beiz \u00fcblicherweise&nbsp; aufs Natel, via QR-Code auf dem Tisch. Auf Nachfrage erhalte ich ein ausgedrucktes Exemplar, was ich eh praktischer finde.<br><br><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Samstag:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:15% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"512\" height=\"512\" src=\"https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/notebook.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-363 size-full\" srcset=\"https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/notebook.png 512w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/notebook-300x300.png 300w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/notebook-150x150.png 150w\" sizes=\"(max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Verschiedene Pendenzen stehen an &#8211; fein s\u00e4uberlich notiert auf einem Post-It-Zettel statt in der Notizen-App. Zuerst ein Gang ins Sportgesch\u00e4ft. Ob es um 8 Uhr schon offen hat? Da ich das Internet nicht fragen kann, gehe ich sicherheitshalber erst um 9 Uhr. Sp\u00e4ter hole ich eine Fleisch-Bestellung auf einem Bauernhof, wo ich noch nie war. Den Weg habe ich mir noch vor der digitalen Auszeit auf der Karte eingepr\u00e4gt. Und siehe da, ich fahre auf Anhieb richtig. Und sonst g\u00e4be es ja noch Anwohner zum Fragen. Meinen digitalen Kalender vermisse ich in dieser Woche mehr als einmal, heute geht es um ein Treffen im August. So weit voraus habe ich den Kalender nicht ausgedruckt. Ich verschiebe die Antwort auf n\u00e4chste Woche.<br><br><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Sonntag:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:15% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"512\" height=\"512\" src=\"https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/weather.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-369 size-full\" srcset=\"https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/weather.png 512w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/weather-300x300.png 300w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/weather-150x150.png 150w\" sizes=\"(max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Wir treffen uns mit Freunden zum Br\u00e4teln im Wald. Ob es noch regnen kommt? Die Wetterapp bleibt f\u00fcr einmal stumm, doch das Risiko ist \u00fcberschaubar. Und das Natel bleibt f\u00fcr einmal zu Hause, ich vermisse es den ganzen Tag nicht einmal.<br><br><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Zur\u00fcck in der Online-Welt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dann, am sp\u00e4ten Abend, betrete ich wieder die Online-Welt. Gespannt schalte ich mein Natel an, es f\u00fchlt sich an wie Briefkasten leeren nach langen Ferien. Es bimmelt \u2013 82 Whatsapp- und Threema-Nachrichten, dazu 65 Mails &#8211; \u00fcberschaubar. Habe ich etwas Wichtiges verpasst? Im Quartier-Chat war man auf Besitzersuche f\u00fcr eine herrenlose Karte. In einer anderen Gruppe gab es einen spontanen Grillabend \u2013 ich h\u00e4tte eh keine Zeit gehabt. Pers\u00f6nliche Mails habe ich kaum erhalten, das meiste sind irgendwelche Newsletter oder Spam. Auch Schulinformationen der Kinder waren keine dringenden dabei.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich frage mich, was mir die Woche gebracht hat? Eine interessante Erfahrung. Das Smartphone und den Fernseher f\u00fcr die Unterhaltung habe ich nicht vermisst. Zu sch\u00f6n waren die Sommerabende in dieser Woche. Doch gefehlt haben mir ganz viele der kleinen digitalen Helfer, welche mir den Alltag vereinfachen. Und ich habe gemerkt, wie pr\u00e4sent das kleine Ger\u00e4t in meinem Alltag wirklich ist und wie viel Umorganisation es braucht, um darauf zu verzichten. Diese Abh\u00e4ngigkeit ist irgendwie erschreckend. In einer digitalen Gesellschaft bin ich mir das Nicht-digitale Leben nicht mehr gewohnt.&nbsp; Und doch tut es gut zu wissen: Es ginge auch mal ein paar Tage ohne. Ich werde es mir hoffentlich \u00f6fter mal g\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr einen Artikel \u00fcber digitale Auszeit habe ich f\u00fcr eine Woche lang auf Internet, Smartphone und Fernseher verzichtet. Ein Experiment mit ausgedruckten Fahrpl\u00e4nen, besorgten Kollegen und fehlenden Selfies. Wie wohl fast in allen Familien ist auch bei uns die \u00abFlimmerzeit\u00bb immer wieder ein Thema. 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