{"id":630,"date":"2025-02-15T13:43:03","date_gmt":"2025-02-15T13:43:03","guid":{"rendered":"https:\/\/stefanschmid.org\/?p=630"},"modified":"2025-03-11T13:49:26","modified_gmt":"2025-03-11T13:49:26","slug":"die-wilden-bahnen-im-winterschlaf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stefanschmid.org\/?p=630","title":{"rendered":"Die wilden Bahnen im Winterschlaf"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Mit ihren Bahnen sorgen sie f\u00fcr Adrenalin und Jubelschreie auf den Schweizer Chilbipl\u00e4tzen. In den Wintermonaten ist die Schaustellerfamilie Jolliet mit den Revisionsarbeiten an ihren Bahnen \u00abPegasus\u00bb und \u00abMaxximum\u00bb besch\u00e4ftigt. Ein Einblick in ein Leben auf Achse.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie zwei Ungeheuer im Winterschlaf pr\u00e4sentieren sich die beiden Bahnen in der Halle im Industriegebiet Mooshof Grosswangen. Die st\u00e4hlernen Arme liegen zusammengefaltet auf einem Lastwagenanh\u00e4nger. Die farbigen Gl\u00fchbirnen sind ausgeschaltet, einige Teile stehen unter einer Plane eingepackt da. \u00abJetzt ist Revisionszeit f\u00fcr die Bahnen\u00bb, sagt Jean-Marc Jolliet, der die Fahrgesch\u00e4fte mit seiner Familie betreibt. Sein Schwiegersohn ist daran, die Zylinder der beweglichen Sitzreihen auszuwechseln. \u00abEine neue Vorschrift\u00bb, sagt Jolliet, \u00abdas kostet uns rund 30\u2009000 Franken\u00bb. Bis im Fr\u00fchjahr die Saison wieder startet, stehen noch zahlreiche andere Arbeiten an. Teile reinigen, schmieren, wo n\u00f6tig neue Anstriche machen. Eine Gondel musste zur Wartung in die Herstellerfirma nach Holland gebracht werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/jolliet_1-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-631\" srcset=\"https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/jolliet_1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/jolliet_1-300x225.jpg 300w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/jolliet_1-768x576.jpg 768w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/jolliet_1-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/jolliet_1-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/jolliet_1-2000x1500.jpg 2000w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Im Winter stehen zahlreiche Revisionen an den Fahrgesch\u00e4ften an.<\/strong><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Mit 100 km\/h kopf\u00fcber auf 52 Meter H\u00f6he\u00a0<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Saison verwandeln sich die Stahlkolosse in bunt blinkende Bahnen, deren Arme wild herumwirbeln. Sie heissen \u00abPegasus\u00bb und \u00abMaxximum\u00bb. Letztere wirbelt die G\u00e4ste mit \u00fcber 100 km\/h und einer Beschleunigung von 5G auf 52 Meter H\u00f6he, die Gondel dreht \u00fcber Kopf zus\u00e4tzlich um 360 Grad \u2013 Adrenalin pur. Die Bahn sorgt f\u00fcr Aufsehen an zahlreichen Anl\u00e4ssen im Land. \u00abWir sind oft die Hauptattraktion an einer Kilbi\u00bb, so Jean-Marc Jolliet.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon seit vielen Jahren zieht der 62-J\u00e4hrige zusammen mit seiner Frau Brigitte (61) durch die Schweiz, mit dabei sind auch Tochter G\u00e9raldine (35) und deren Partner Micha\u00ebl (37). Rund 20 Anl\u00e4sse besuchen sie jedes Jahr, darunter grosse Events wie die Olma, Bea oder die Luga. Dort stehen die Fahrgesch\u00e4fte auch mal zwei Wochen. Viele Kilbis dauern dagegen nur drei Tage \u2013 das bedeutet viel Arbeit beim Z\u00fcgeln. F\u00fcr die Maxximum-Bahn braucht es einen Schwertransporter und zwei weitere Lastwagen, die das 92-Tonnen-Unget\u00fcm transportieren. Und bis zu vier Personen sind zwei Tage lang mit dem Aufbau besch\u00e4ftigt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein Leben auf Achse<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Schausteller-Leben folgt diesem Rhythmus w\u00e4hrend einem grossen Teil des Jahres. Hinfahren \u2013 Aufbauen \u2013 die Bahnen fahren lassen \u2013 Abbauen \u2013 und weiter zum n\u00e4chsten Ort. Manchmal parkieren die Gef\u00e4hrte dazwischen f\u00fcr ein paar Tage in Grosswangen. Dort wo sie wie jetzt auch im Winter stehen, ebenso wie die beiden Wohnwagen der Familie Jolliet. Drinnen im gem\u00fctlich eingerichteten Heim auf vier R\u00e4dern erz\u00e4hlen sie \u00fcber das Leben auf Achse. Jetzt im Winter k\u00f6nne man es etwas gem\u00fctlicher angehen. Trotzdem gibt es immer etwas zu tun. Nebst den Unterhaltsarbeiten steht auch mal ein Fabrikbesuch bei einem Bahnenhersteller in Italien auf dem Programm. Oder Besuche von Freunden oder Verwandten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/jolliet_2-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-632\" srcset=\"https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/jolliet_2-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/jolliet_2-300x225.jpg 300w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/jolliet_2-768x576.jpg 768w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/jolliet_2-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/jolliet_2-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/jolliet_2-2000x1500.jpg 2000w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Die Familie hat die Schaustellerei im Blut: Hinten Jean-Marc und Brigitte Jolliet, vorne Tochter G\u00e9raldine mit Partner Micha\u00ebl Modoux.\u00a0<\/strong><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Saison ist die Zeit daf\u00fcr knapp, die Tage bis zu 16 Stunden lang. Definitiv kein Beruf f\u00fcr jedermann. Jean-Marc Jolliet sagt denn auch mit einem Schmunzeln, es sei eigentlich sein Hobby. W\u00e4re es sein Beruf, w\u00fcrde er denken: \u00abJa spinne ich, soviel zu arbeiten\u00bb? Doch die Berufung scheint der Familie in die Wiege gelegt. Brigitte Jolliet stammt aus der Schausteller-Familie Zanolla, der Rumm\u00adelplatz war sozusagen ihr Spielzimmer. 1982 lernte sie in Lausanne ihren sp\u00e4teren Mann kennen, der dort f\u00fcr eine andere Schausteller-Familie arbeitete. Fun Fact: auf dem gleichen Chilbiplatz lernte sp\u00e4ter Tochter G\u00e9raldine ihren Partner Micha\u00ebl kennen.<\/p>\n\n\n\n<p>1991 startete das Ehepaar Jolliet mit ihrem ersten eigenen Fahrgesch\u00e4ft, einem Kinderkarussell. Seither betrieben sie schon verschiedenste Bahnen. Immer dazu geh\u00f6rte die \u00fcber 50-j\u00e4hrige Schiessbude \u00abTreffpunkt\u00bb. \u00abMein Familienerbst\u00fcck\u00bb, sagt Brigitte Jolliet, \u00abich pflege sie und f\u00fchre die Tradition weiter\u00bb. Dahinter stecke viel Herzblut, denn: \u00abEine Schiessbude zu betreiben ist kein Schoggijob.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Angst vor einem Defekt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber die Saison hat die vierk\u00f6pfige Familie zus\u00e4tzlich 5 Angestellte, die beim Transport und Betrieb der Bahnen mithelfen &#8211; ein KMU-Betrieb, der viele Kosten mit sich bringt. \u00abViele sehen nicht, welcher Aufwand dahintersteckt\u00bb, sagt Jean-Marc Jolliet. L\u00f6hne, Strom, Ersatzteile &#8211; vieles sei teurer geworden in den letzten Jahren. An grossen Anl\u00e4ssen bezahle man \u00fcber 10\u2009000 Franken Standgeb\u00fchren. Viel Geld, das zuerst wieder eingespielt werden muss. Letztes Jahr hat man die Fahrpreise deshalb leicht erh\u00f6ht. 13 Franken kostet eine Fahrt auf Maxximum, das sei gerechtfertigt, findet Jolliet. Wer einmal mitgefahren sei, bereue das nicht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/jolliet_3-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-634\" srcset=\"https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/jolliet_3-1024x576.png 1024w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/jolliet_3-300x169.png 300w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/jolliet_3-768x432.png 768w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/jolliet_3-1536x864.png 1536w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/jolliet_3-2048x1152.png 2048w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/jolliet_3-2000x1125.png 2000w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Nur etwas f\u00fcr die ganz Mutigen: Auf der Bahn Maxximum geht es kopf\u00fcber mit 100 km\/h auf 52 Meter H\u00f6he.<\/strong><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Immer mit schwingt die Angst vor einem Defekt. Ein Elektronik-Ausfall k\u00f6nnte die Einnahmen von einem ganzen Wochenende zunichtemachen. Doch auch wegen der Sicherheit der G\u00e4ste hat die Wartung der Bahnen h\u00f6chste Priorit\u00e4t, noch nie gab es einen Unfall. \u00abDie Sicherheit der Fahrg\u00e4ste ist unser ganzes Kapital.\u00bb Die beiden Bahnen sind wertvoll. Maxximum, die gr\u00f6ssere der beiden Bahnen, kostet \u00fcber 2 Millionen Franken, Pegasus etwa die H\u00e4lfte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00abWir bringen Freude in eine Stadt\u00bb<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Trotz vielen Herausforderungen &#8211; geblieben ist die Faszination der Familie f\u00fcr die Schaustellerei. \u00abIch habe dieses Leben im Blut\u00bb, sagt Brigitte Jolliet. \u00abWenn alles rund l\u00e4uft, die Musik t\u00f6nt, viele fr\u00f6hliche Leute kommen, dann kann ich meine Batterien aufladen.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p>Volksfeste seien immer noch gefragt, glaubt sie, so bringe der Rummelplatz Freude in eine Stadt oder in ein Dorf. \u00abViele Leute freuen sich extrem auf uns.\u00bb Zudem seien die Bahnen eine Attraktion f\u00fcr jung und alt. Wer nicht selber mitfahre, komme als Zuschauer und geniesse die kreischenden Fahrg\u00e4ste. Sie erinnert sich freudig an eine Gruppe \u00e4lterer Frauen, zwei davon entschieden sich spontan f\u00fcr eine Fahrt auf Pegasus und ernteten nachher Applaus von den Zuschauenden. Und letztes Jahr kam ein 92-j\u00e4hriger Mann vorbei, ein ehemaliger Kampfjet-Pilot, um auf der wilden Maxximum-Bahn mitzufahren. Er sagte zu Brigitte Jolliet an der Kasse: \u00abAuch wenn ich sterben muss, ich will da mitfahren\u00bb. Solche Erlebnisse w\u00fcrden ihr einen richtigen Boost geben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/jolliet_front-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-633\" srcset=\"https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/jolliet_front-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/jolliet_front-300x225.jpg 300w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/jolliet_front-768x576.jpg 768w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/jolliet_front-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/jolliet_front-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/stefanschmid.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/jolliet_front-2000x1500.jpg 2000w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Die Fahrgesch\u00e4fte der Familie Jolliet werden zurzeit revidiert und f\u00fcr die n\u00e4chste Saison vorbereitet.\u00a0<\/strong><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Auf den wilden Bahnen nehmen mehr Frauen als M\u00e4nner Platz, beobachtet Brigitte Jolliet. Diese seien mutiger, lautet ihre etwas \u00fcberraschende Aussage. Ab und zu fragen G\u00e4ste nach einer besonders wilden Fahrt. Ist wenig los, kommt sie diesem Wunsch auch mal nach und l\u00e4sst die Gondeln noch fester herumwirbeln. Wirklich \u00fcbel wird es einem Fahrgast nur selten. Man wolle ja, dass sie m\u00f6glichst wiederk\u00e4men, sagt Brigitte Jolliet. Sowieso sei die Bahn Maxximum zwar \u00abheftig\u00bb, aber wegen der weiten Kreise \u00abkeine Kotz-Maschine\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sogar die erste Mannschaft des FC Basel fuhr schon mit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Und dann gibt es die ganz extremen Fans. Sie reisen den Schaustellenden nach und besuchen praktisch jeden Kilbi-Platz. So wie Hanspeter, ihn kenne jeder Schausteller. \u00dcberkopf-Bahnen seien sein Hobby. Ganze 855 (!) Mal fuhr er letztes Jahr auf Pegasus mit, als Stammgast bezahlt er einen Spezialpreis.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Erinnerungen hat Brigitte Jolliet auch an Prominente. So liess sich schon die ganze Mannschaft des FC Basels in den Himmel schleudern, ebenso die Band Gotthard, Wendy Holdener oder Wetterfrosch Thomas Bucheli. Und die Gebr\u00fcder Yakin besuchten ihre Schiessbude: \u00abDie haben geschossen wie die Weltmeister und beim B\u00fcchsenschiessen alles abger\u00e4umt.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht nur viele Bekanntschaften sind Lohn der Schaustellerei, auch lerne man die Schweiz gut kennen und logiere immer wieder in anderen St\u00e4dten oder D\u00f6rfern, sagt Jean-Marc Jolliet. Gehe die Energie nach ein paar Tagen oder Wochen Fahrbetrieb zu Ende, k\u00f6nne man wieder wegziehen und an einem anderen Ort wieder voller Elan starten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Unsichere Zukunft<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Familie schw\u00e4rmt f\u00fcr das Schaustellerleben. Tochter G\u00e9raldine Jolliet sagt, sie k\u00f6nne sich kein anderes Leben vorstellen. Dies trotz vielen Unsicherheiten in der Branche. Schon Corona sei einschneidend gewesen, pl\u00f6tzlich fehlten Auftrittsm\u00f6glichkeiten oder Ersatzteile wurden nicht mehr geliefert. Auch f\u00fcr die Zukunft sehe es nicht sehr rosig aus, glaubt sie. Immer mehr und versch\u00e4rfte Auflagen der Beh\u00f6rden, zu Gr\u00fcnfl\u00e4chen verwandelte Parkpl\u00e4tze oder fehlender Platz wegen zus\u00e4tzlich gepflanzten B\u00e4umen \u2013 das Business sei viel h\u00e4rter geworden und Anl\u00e4sse h\u00e4tten es immer schwieriger. Trotzdem wolle man daf\u00fcr k\u00e4mpfen, dass die Schaustellerei und damit eine Familientradition nicht verschwinde. Und so wird die ganze Familie dann im Fr\u00fchling wieder \u00abkribbelig\u00bb, wenn der grosse Tross mit den zahlreichen Lastwagen und Wohnwagen loszieht auf die Rummelpl\u00e4tze der Schweiz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit ihren Bahnen sorgen sie f\u00fcr Adrenalin und Jubelschreie auf den Schweizer Chilbipl\u00e4tzen. In den Wintermonaten ist die Schaustellerfamilie Jolliet mit den Revisionsarbeiten an ihren Bahnen \u00abPegasus\u00bb und \u00abMaxximum\u00bb besch\u00e4ftigt. Ein Einblick in ein Leben auf Achse. Wie zwei Ungeheuer im Winterschlaf pr\u00e4sentieren sich die beiden Bahnen in der Halle im Industriegebiet Mooshof Grosswangen. 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